Zitronenöl – geballte Ladung Vitamin C

Zitrusfrüchte kommen aus dem asiatischen Raum. In China kultivierte man die gelbe Frucht bereits im elften Jahrhundert vor Christus. Die Zitrone fand den Weg über den Himalaja nach Südostasien. Alexander der Große, ein passionierter Botaniker, brachte die Früchte in den Mittelmeerraum.

Die Zitrone gehört in die Gruppe der Rautengewächse. Botanisch heißt die Gattung Rutaceae. In ihr sind 20 Zitrusarten inkludiert, wobei acht Arten immergrüne Bäume und Sträucher sind. Die meisten von ihnen sind am Schwarzen Meer und im Mittelmeerraum zu finden und werden  dort gewerblich angebaut. Im europäischen Raum gehören Griechenland, Spanien und Italien zur Top 3 der Anbaugebiete. Auf Sizilien sitzt der größte Bio-Zitronen-Erzeuger Europas. Die bevorzugten Regionen zum Anbau liegen im sogenannten Agrumengürtel. Der Begriff Agrumen bezeichnet alle Zitrusfrüchte. Seine Lage befindet sich 23° südlich und 35° nördlich des Äquators.

Die Zitrus Limon – Mutter aller Zitronen

Die Zitruspflanzen entwickeln sich aus Beeren, den allgemein bekannten Zitronen. Wir konsumieren in erster Linie die Sorte Feminello. Sie bringt zweimal im Jahr Früchte. Zum einen reifen diese aus der ersten Blüte, die zwischen September und Mai liegt, zum anderen aus der zweiten Blüte zwischen Juni bis September. Die Mutter aller Zitronen ist die Zitrus Limon. Sie hat eine extrem dicke Schale und wird auch als Ursprung aller Saftzitronen gehandelt, die heutzutage auf dem Markt erhältlich sind. Sie ist der originäre Lieferant des Zitronats. Züchter haben die Ur-Sorte jedoch an die klimatischen Bedingungen der Anbaugebiete angepasst, und geeignete Bäume gezüchtet. Manche Züchter setzten auf den Ertrag, andere bevorzugten besonders saftige Zitronen. Wieder andere konzentrierten sich auf Zitronen, die eine besonders dicke weiße Haut unter der Schale haben. Grund hierfür ist, dass in der weißen Unterschale die meisten Bioflavonoide der Zitrone sitzen.

Wie baut man Zitronen selbst an

Wer Zitronen selber anbauen will, verwendet frische Kerne, die 3-5 cm tief in eine keimfreie Aussaat-Erde eingesetzt werden. Zum Keimen benötigt die Zitrone eine konstante Temperatur zwischen 25 und 32 °C. Regelmäßiges Gießen und ein sehr heller Standort sind zwingend erforderlich. Aus den Kernen entwickeln sich Keimlinge. Die werden ab einer gewissen Größe in einen Topf mit 12 cm Durchmesser gepflanzt und sorgfältig gepflegt. Haben Sie eine Höhe von rund 20 cm erreicht, werden sie in Töpfe von 30 cm Durchmesser umgetopft. Zur Abhärtung gehören sie einmal in der Woche ins Freie. Auf diese Art und Weise werden Zitronenbäume frostsicher gemacht. Zwar werden wir in unseren Breiten keine großen Ernten einfahren, aber wird ein Zitronenbaum zehn Jahre alt und steht gut im Saft, kann man jährlich bis zu 30 Zitronen ernten.

Eigenschaften von Zitronenbäumen

Zitronenbäume werden bis zu 6 m hoch. Sie haben harte, ovale Blätter und in den Blattachseln entspringen die Blüten. Die Blüte ist weiß oder rosa. Die Äste sind hart, grau und weisen Dornen auf. Idealer Standort ist ein steiniger Untergrund in praller Sonne. Zu große Kälte, aber auch zu große Hitze sorgen dafür, dass Zitronenbäumen empfindlich reagieren und kümmern. Wie groß die Früchte werden, hängt nicht allein von der Sorte, sondern vor allem vom Klima und vom Standort ab. Im Handel werden Zitronen nach Größe sortiert und in Güteklassen verkauft. Kategorie II, die weitgehend in den Supermärkten verkauft wird, ist keine minderwertige Ware. Die Einstufung bedeutet, dass die Zitronen in einer Verpackungseinheit unterschiedlich groß sind. Der Qualität tut das keinen Abbruch. Die beste Auswahl haben Verbraucher in den Herbst- und Wintermonaten.

Zitronenöl leicht selbst gemacht

Wer selber Zitronenöl herstellen möchte, sollte ausschließlich Bio Zitronen verwenden. Hier ist garantiert, dass weder in den Schalen noch im Fruchtfleische Schadstoffe zu finden sind. Diese Zitronen werden auf Plantagen gezogen, die ohne Zusatz von Pflanzenschutzmitteln auskommen.

Zitronenöl als Alternative zu frischen Zitronen

In Bio-Zitronen sind viele wertvolle Inhaltsstoffe. Wichtig ist jeder Bestandteil der Frucht. Die Schale, die weiße Haut unter der Schale, das Fruchtfleisch und auch die Häutchen zwischen den einzelnen Zitronenschnitzen sind ausgesprochen wertvoll. In ihnen befinden sich Zitruspektine, Bioflavonoide, Vitamine, Säure und Spurenelemente. Nicht jeder Verbraucher mag jeden Tag eine ganze Zitrone in frischer Form zu sich nehmen.

Als Alternative hat sich hochwertiges Zitronenöl aus Bio-Zitronen in kalt gepresster Form etabliert. Es ist schmackhaft, liefert in kurzer Zeit die geballte Ladung wirksamer Inhaltsstoffe und es lässt sich in Speisen und Getränken wunderbar ergänzend einsetzen. Vitamin C ist wohl der bekannteste Inhaltsstoff. Doch auch andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente spielen eine entscheidende Rolle. Denn erst im Zusammenspiel kann sich das gesamte Potenzial der Zitrusfrucht entfalten. Die Bioflavonoide in der weißen Schale direkt unterhalb der gelben Außenschale, sind eine echte Geheimwaffe gegen freie Radikale. Die Spannbreite der Wirkung ist groß. Die Inhaltsstoffe der Zitrone wirken sich günstig auf die Zellerneuerung aus. Sie kräftigen Haare, Fingernägel und Zahnfleisch und helfen gegen Sommersprossen, Herpes, Ekzeme und Verbrennungen. Da Zitronenöl Viren und Bakterien bekämpft, ist es eine beliebte Zutat in diversen Grippemitteln. Gegen Erkältungen trinken Betroffene heiße Zitrone, sie lutschen Zitronenbonbons oder verfeinern die Speisen mit Zitrone zur Stärkung der allgemeinen Abwehrkräfte.

Dass Zitronenöl als Krebszellenkiller gehandelt wird, ist wissenschaftlich zwar am Menschen noch nicht zweifelsfrei erwiesen, doch Tierversuche laufen und auch einige Studien geben Anlass zur Hoffnung. In jedem Fall geht man davon aus, dass die Zitrone die Produktion von Entgiftungsenzymen günstig beeinflusst. Besonders im Bereich Darmkrebs soll Zitronenöl zellwachstumshemmende Wirkung haben. Nicht nur aus diesem Grund ist es äußerst ratsam, seinen Speiseplan durch die Anreicherung mit Zitronen, Zitronenöl oder Zitronenessig zu erweitern. Wer regelmäßig die gesunden Inhaltsstoffe aufnimmt, kann von einer allgemein besseren körperlichen Gesamtkonstitution profitieren.